Positionierung in der Autobranche | Das Prinzip der Einmaligkeit
Warum sollte ich mir eigentlich jetzt ein neues Auto kaufen? Neue Techniken oder Innovationen gibt es nicht. Jedenfalls keine solchen, die mich interessieren. Also geht es um den Preis, um die Rabatte, die beim Neukauf derzeit möglich sind.
Rückblick
Statt im firmeneigenen Learjet reisten diesesmal Ford-Chef Alan Mulally, Chrysler-CEO Robert Nardell und GM-CEO Rick Wagoner zur Sitzung des Bankausschusses mit den eigenen Autos nach Washington.
Rick Wagoner >> General Motors selbst fuhr einen schwarzen Chevrolet Malibu Hybrid. Alan Mulally >> Ford kam in einem Ford Escape Hybrid. Robert Nardelli >> Chrysler musste sich für den Chrysler Aspen Hybrid entscheiden – das einzige Hybrid-Auto übrigens das bei Chrylser produziert wird.
Die neueste Krisenvison bei Ford, die >> THE FORD STORY, liest sich so:
“Our plan is actually quite simple: to build the best vehicles on the road today and make them affordable for millions.”
Toll, das passt auch für >> VW, >> Opel und viele mehr. Worin Mr. Mulally liegt denn nun der Unterschied zum Mitbewerber? Und hat >> Ford bisher eigentlich keine “besten Autos” gebaut (Mist, ich fahr so einen)?
Tolle Sprüche sind nicht alles
Nur wenige haben, wie Porsche, eine klare Positionierung im Markt (einen für den Mann, einen für Frau und einen für die ganze Familie). Die meisten sind vergleichbar. Also um was geht es am Schluss beim Kunden. Ja, um den Preis. Viele verstecken sich hinter Markenidentitätstheorien und in der Folge hinter umgesetzten Werbeslogans. Wenig Substanz und ohne das unvergleichbare Produkt im Rücken.
Bedürfnisse werden einfach ignoriert
Die wirklichen Kundenprobleme, Wünsche und Bedürfnisse werden in Unternehmen ja leider oftmals ignoriert. In der Autobranche treten jetzt allerdings jahrelange Versäumnisse massiv an die Oberfläche.
>> General Motors, >> Ford und >> Chrysler, also die grössten Autobauer Amerikas, verkaufen zusammen 112 Modelle über 15 unterschiedliche Markennamen. Im Vergleich dazu produzieren die drei großen japanischen Autobauer 58 Modelle unter 7 Labels.
Dazu kommt noch, dass diese 112 Modelle und 15 Marken oftmals auf den gleichen Produktionsplattformen erstellt werden. Damit werden viele Modelle unter der theoretischen Markenaussage wieder gleichgestellt und für die Kunden, die ja nicht mehr dumm sind, vergleichbar.
Wünsche oder Bedürfnisse, wie zum Beispiel im Falle der Autobranche, wurden jahrelang ignoriert und sind damit der eigentliche Grund der Krise, die durch die Finanzkrise nur schneller an die Öffentlichkeit kam. Man hat den Eindruck viele unserer Auto-Vorstände wissen noch gar nicht was ein >> Hybridauto ist. Warum kennt man die Wünsche, Bedürfnisse oder Probleme der Kunden nicht und löst diese über Innovationen und damit über neue Produkte, Teillösungen oder Dienstleistungen, um eine eindeutige, unvergleichbare Positionierung im Markt zu erreichen.
Warum klappt das eigentlich nicht?
Es gibt doch in einem solchen Markt unendlich viele Möglichkeiten sich zu positionieren. Das regelmässige “fragen” bringt Lösungen und Innovationen und damit eine klare Positionierung im Markt. Einen Markenkern gibt es automatisch und gratis dazu.
Keiner fragt sich:
1. Welche Probleme hat unsere Zielgruppe oder unsere Interessenten?
2. Welche Wünsche oder Bedürfnisse haben die Menschen in Bezug auf unsere Branche?
3. Welche Lösungen können wir dafür anbieten oder erarbeiten?
Fragen die, nicht nur in grossen Konzernen, nicht beantwortet werden!


hallo jürgen,
ich bin auf der suche nach einem günstigen auto, neu oder jahreswagen, mit viiiieeeel ps und wenige elektronischem schnickschnack.
nach längerer suche lasse ich es nun mit dem autokauf. soviel zum thema, wir gehen auf unsere kunden ein.
viele grüße aus bad boll
ralf hokenmaier