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Intuition: Die neue Zukunft | offener Brief Nr. 015

intuitionEin heikles Thema – noch. Jedenfalls in Unternehmen, wenn es um die Entwicklung neuer Strategien geht. Ideen aus dem Bauch heraus bleiben, falls überhaupt dem Unternehmer vorbehalten. Ihm sei es zugestanden solche Gedanken zu äussern. Meist sind diese Unternehmer aber bereits erfolgreich und haben sich Charisma erarbeitet. Mitarbeiter in Meetings werden bei einer solcher Vorgehensweise als “Esoteriker” abgehandelt.

Man hat teilweise schon, lächelnderweise für solche Gedanken Verständnis, verwendet aber keine Zeit oder Lust um diese konsequent weiterzuverfolgen. Man hält das Ganze, den Ansatz dann doch für zu lächerlich.

Meiner Meinung vergibt man dadurch viele Chancen. Und ehrlicherweise ist mir selbst die Vorgehensweise für die Umsetzung von Intuition in erfolgreiche Konzepte auch noch nicht wirklich klar. Aber mein Bauch, meine Intuition sagt mir hier werden Chancen vergeben, grosse Chancen die enormes Potential bieten.

Möglichkeiten wären unter Umständen:

1. Intuitionen, soweit sie an die Oberfläche kommen, konsequent zu notieren
2. Intuitionen im Unternehmen zu kommunizieren
3. Diese Intuitionen versuchen konsequent weiterzuentwickeln
4. Auf der Grundlage dieser Intuitionen “Testprojekte” zu starten

Und das gilt nicht nur für grosse Unternehmen die sich so etwas leisten können. Nein ich meine auch kleinere Unternehmen sollten sich an dieser Stelle weg von der reinen rational gesteuerten Strategie entfernen und dieses schwer zu formulierende Bauchgefühl ernst nehmen.

Fragen in Meetings wie …

… Was sagt denn Ihre Gefühl zu ..
… Was meint Ihr Bauch gerade zu ..
… Welche Meinnug haben Sie spontan zu …

können durchaus hilfreich sein für Ihre persönlichen Notizen die die Chancen der Zukunft sind!

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Beste Grüsse
Jürgen Linsenmaier

Kommentare

2 Antworten auf “Intuition: Die neue Zukunft | offener Brief Nr. 015”
  1. josh van lensing sagt:

    Hallo Herr Linsenmaier !

    Bauchgefühl als Entscheidungsgrundlage ist ein
    zweischneidiges Schwert. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass es sehr ergiebig sein kann
    Projekte zu verfolgen, deren Grundidee irgenwann einmal aus der Intuition entstand.

    Umgekehrt kann es dann Probleme geben wenn Sie “intuitiv” einen Markt betreten und in der Folge aber von den Marktteilnehmern negatives Feedback bekommen.

    Wollen Sie nun hartnäckig bleiben und den Markt weiter bearbeiten, wird aus Intuition Pragmatismus. Die pragmatische Erfahrung wirkt wiederum auf das Bauchgefühl zurück. Falls Sie erfolglos im Markt bleiben befinden Sie sich im klassischen Dilemma, dass von Wahlverlieren gern so ausgedrückt wird:

    “Unsere Ziele sind richtig, sind aber bei den Wählern noch nicht angekommen”.

    Gruß

    jvl

  2. Andreas sagt:

    Lieber Herr Linsenmaier,

    ein schöner Beitrag über Intuition. Ich bestätige Ihre Sicht und erweitere sie gerne:

    Seit rund 10 Jahren arbeite ich als freiberuflicher Berater mit dem Fokus “Intuition und Nichtwissen im Management”. Ich habe zum “Training professioneller Intuition” promoviert und es gäbe eine Menge zu sagen.

    Vielleicht das Wichtigste in Kürze:
    1. Jeder Mensch ist intuitiv, weil Intuition auf Erfahrungswissen, unbewusster Wahrnehmung und den sogenannten Spiegelneuronen beruht. Alles neuronale Strutkuren, über die jeder Mensch verfügt. Ob er will oder nicht.
    2.. Intuition kann ebenso nützlich wie schädlich sein, denn Erfahrungen und unbewussten Wahrnehmungen können nicht nur nutzen sondern auch trügen.
    3. Daraus folgt: Intuition sollte unbedingt professionalisiert werden. Denn tägliche Entscheidungen in Unternhemen werden durch die Intuition dauernd beeinflusst.
    4. Intuition sollte wahrgenommen aber nicht unkritisch-reflexiv befolgt werden.

    Eine Menge mehr ist zu sagen. Für alle die es interessiert, gibt es mehr in meinem “integral.blog: intuition & nichtwissen im management”:
    http://www.psychophysik.com/integral-blog/

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