Die Marketingberater

Crowdsourcing: Hier hat der Kunde die (Marketing) Macht

Zur Erinnerung: Wie wir in einem >> anderern Beitrag bereits geschrieben haben, wird beim Crowdsourcing eine Schar kostenloser oder gering bezahlter Menschen dazu “benutzt”, freiwillig Inhalte zu generieren. Diese Gruppe kann aber auch diverse Aufgaben und Probleme lösen oder ist an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt.

Ein auf Crowdsourcing aufgebautes, strategisches Geschäftsfeld birgt also ein gewisses “Risiko” in sich. Durch die Lieferung des Contents, also des eigentlichen Angebotes durch die Zielgruppe, hat diese eine wesentliche höhere (Marketing) Macht. Sozusagen ein nicht direkt ausgesprochenes und meist nicht definiertes Mitspracherecht mit hohem Wirkungsgrad. Bemerkenswerterweise wird dies von den jeweiligen Anbietern oftmals entweder nicht verstanden oder ziemlich naiv einfach ignoriert.

Zwei Beispiele:

>> XING und die Werbepanne
Der Vorfall ist bekannt. XING wollte auf den Profilseiten der Premiumkunden Werbeeinschaltungen verkaufen und hat diesen Plan nach sehr kurzer Zeit wieder verworfen. Die >> Gegenwehr war gewaltig.

>> marketing.de und Kommunikationspanne
Hier ist die “Panne” im Augenblick in der Entstehung. Die Beta-Version von marketing.de ist seit Herbst 2007 online. Inzwischen werden >> eindeutige Unmutsäusserungen der User von Unternnehmensseite nicht mehr beantwortet. Weitere, zusätzliche Unruhe und entsprechender Unmut macht sich breit. So kann man eine Wissensplattform sehr schnell und konsequent zu Grunde richten. Bei marketing.de dann, wenn die User keine Inhalte mehr liefern. Dann nützt auch die Topdomain nichts mehr.

Dieses “Mitspracherecht” der Kunden und Contentlieferanten kann allerdings auch sehr effektiv genutzt werden, um nicht, wie in den obigen Fällen, mit den Füssen getreten zu werden.

Hier einmal konkrete Möglichkeiten, wie man es nutzen kann:

1. Focus Groups/Round Tables
Gespräche in kleinem Kreis mit dem Ziel der Verbesserung des Angebotes und der Mundpropaganda.

2. Umfragen unter den Mitgliedern
Generierung von neuem Content und internes Wissen über den Nutzer und seine Interessen.

3. Moderationstätigkeiten
Integration von Migliedern indem man ihnen, bei bestimmten Angeboten (zB. Foren), ein höheres Level, zum Beispiel der einer Moderatorentätigkeit, zuteilt.

4. Empfehlungsmarketing
Zusätzlich zur Mundpropaganda stehen beispielhaft auch Merchandising und Prämienprogramme zur Verfügung.

5. Mitgliedertreffen
Lockere Treffen wie zum Beispiel Barcamps oder “Stammtische”.

Das alles hört sich jetzt danach an, dass nur grosse Projekte in Angebote umgesetzt werden können. Weit gefehlt. User generates Content lässt sich auch als kleinere Segmente in das Unternehmen integrieren.
Darüber allerdings ein anderes mal.


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Eine Antwort auf “Crowdsourcing: Hier hat der Kunde die (Marketing) Macht”

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  1. [...] Wenn kein externer, einzelner Dienstleister, sondern die breite Masse – die Crowd – aktiv wird, spricht man vom Crowdsourcing. Ganz klar ein Trend >> TechDivsion/17.4.2008. Zum Thema “Crowdsourcing: Hier hat der Kunde die (Marketing) Macht” auch interessantes bei >> Business & Marketing BLOGGER. [...]



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