Das gute Gewissen: Jetzt ganz frisch im Angebot
Gutes Gewissen kostet Geld. Man kann es kaufen. Beim Discounter, um die Ecke oder im Feinkostladen, alles ganz frisch mit Biosiegel. Oder als Klimaschutz-Ökozugabe am Flughafen. Als fair gehandelte Ware wie Kaffee oder Tee. Man kann die Welt inzwischen retten, auch über Spenden. Alles Angebote für eine >> bessere Welt, für Menschen, die besser werden wollen.
Biobaumwolle bei H&M, Biomilch bei McDonald, fairgehandelte Schokolade bei Ritter Sport und Ökoturnschuhe bei NIKE und und und…. Es scheint als würden Unternehmen umdenken.
Unternehmen bedienen damit die Nachfrage des Konsumenten. Wie echt das Ganze ist, im Sinne eines tatsächlichen nachhaltigem (Um)Denkens innnerhalb der Unternehmensphilosphie, ist abzuwarten. Oder dreht man sich, wie das bekannte (Bio)Blatt im Winde. Wenn das Ganze für Unternehmen nachhaltigen Ertrag bringen soll, muss das Angebot weit mehr als ein Trend oder eine Modeerscheinung sein.
Aber auch Marketingberater und Werbeagenturen müssen diese Notwendigkeit erkennen und Ihre Kunden entsprechend beraten. Kein manipulatives Über-den-Tisch-ziehen der Zielgruppe. Ernstgemeinte, eindeutige und ehrliche Kommunikation ist dann gefragt. Und genau die sehen wir viel zu selten. Viel zu schnell wird kommuniziert. Zu viel unklares bis hin zu unwahrem.
Ich erwarte nicht, dass Unternehmen an diesem Punkt moralischer handeln. Nein, wenn Angebotsortimente für eine bessere Welt verkauft werden, dann muss das gesamte Unternehmen begreifen, dass das deutlich mehr als ein weiteres Angebot im Portfolio ist.
Business & Marketing >> weils jeder macht
Business & Marketing >> Das Geschäft mit der Moral
Business & Marketing >> Trends/Unternehmensausrichtung


Kommentare
Eine Antwort auf “Das gute Gewissen: Jetzt ganz frisch im Angebot”Trackbacks
Lesen Sie, was andere zu diesem Beitrag zu sagen haben...[...] … einfach kaufen … und ich … Selbstreflexion … Gewissen, das Gute … im Angebot [...]