Das grosse Geschäft mit der Fairness | offener Brief 001
Unlängst titelte die >> Wirtschaftswoche mit der Ausgabe 38/07 mit “Moral bringt Profit” und stellte gleich am Beginn des Artikels fest, daß das Marktvolumen für energiersparende und nachhaltige Produkte in der USA auf 230 Mrd. Dollar geschätzt wird.
Der ein oder andere mag jetzt bereits denken: OK – lass es uns anpacken. Aber Vorsicht es handelt sich hier nicht um eine kurzsichtige Werbekampagene Ihrer Firma. Nein es ist eine grundsätzliche und langfristige (eventuell für immer) Entscheidung für die Kernaussage Ihre/r Marke/n. Ein Image – negativ gesagt – was Sie nicht mehr loskriegen. Also Vorsicht mit Schnellschüssen. Die Wertigkeit von Corporate Social Responsibility (CSR) wird dabei im Unternehmen auf eine völlig andere Ebene gestellt.
Die >> Financial Times Deutschland unterstreicht an dieser Stelle unsere Meinung: “Corporate Social Responsibility, die gesellschaftliche Verantwortung von Firmen, ist in Mode gekommen. Doch Nutzen bringt diese Haltung nur, wenn sie konsequent betrieben wird.”
Ist eine Image erstmal versaut sieht man dann wenn bei grossen Firmen unglaubliche Anstrengungen unternommen werden – müssen – um aus einem negativen Image herauszukommen ist. Kennzeichnent dafür stehen >> Nike (Negativimage Kinderarbeit/Menschenrechte) mit eigener Homepage oder >> Chiquita – Negativimage Ausbeutung Regenwald/Menschenrechte – mit 12 Jahre Umweltschutz inzwischen ausgezeichnet mit dem Gütesiegel der Natur. Allerdings ist der Weg steinig und hart.
Dazu lesen Sie den Blog von >> Neuland/Chiquita und die Folgen und >> Neuland/Chiquita – die Reaktionen. Die Blogposts basieren auf dem Artikel von >> brand eins – ein bisschen bio und gar nicht böse.
Was heisst das jetzt? Ist CRS jetzt Werbestrategie oder Realität und wer legt eigentlich fest was CSR ist?
Fangen wir mit dem zweiten Punkt an. Es gibt – klar wie soll es anders sein – eine Unmenge an Organisationen bis hin zu den Vereinten Nationen (UN Global Compact) die Standarts entwickeln oder solche Standarts entwickeln wollen. Allerding hat allein der Verbraucher, der Kunden die Macht. Er kauft oder er kauft nicht. Aus welchen Gründen auch immer.
Die Frage, ist es Werbestrategie oder Realität, ist da wesentlich schwerer zu beantworten. Letztlich ist wichtig meint es das Unternehmen ehrlich oder nicht. Wenn es das Unternehmen ehrlich meint dann ist es Realität und die Werbung lügt nicht sondern transportiert die Realität und damit die Wahrheit.
Sie sehen alles nicht so einfach – wir bleiben dran.

Beste Grüsse
Jürgen Linsenmaier
Nike und Aufwand >> Innovate for a Better World
CSR Report Nike 05/06 >> 162 Seiten als pdf
Financial Times Deutschland >> Anständig Profit machen
Börsenprofi Lehmann >> Profit und Moral
Michal D. Eschner >> Die Moral der Lebenswerte
CSR Germany >> Unternehmen tragen Verantwortung
Nachhaltiges Wirtschaften >> Unternehmen sichern Zukunft
Business & Marketing >> Der Gier des Geldes erlegen
Das Buch zum Thema >> Nachhaltig die Zukunft managen


Kommentare
6 Antworten auf “Das grosse Geschäft mit der Fairness | offener Brief 001”Trackbacks
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